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Kleine Fluchten in ein ungeahntes Ziel



Ein Mofa knattert durch die grüne Hügellandschaft. Schneebedeckte Berge bilden einen majestätischen Horizont, der blaue Himmel wölbt sich in die Unendlichkeit. Es ist der Beginn einer speziellen Reise.

Angetreten hat sie Pipe, ein Knecht. Er hat sein Leben lang fleissig und bescheiden auf einem Hof gearbeitet. Nach seiner Pensionierung erfüllt er sich einen Traum: Er kauft sich ein Mofa, um mit ihm aus der gewohnten Umgebung auszubrechen und sich ein Stück Freiheit zu erringen.

Er erfüllt sich einen Traum: Ausbrechen aus der gewohnten Umgebung

Er lernt fahren, macht kleinere und dann immer grössere Ausfahrten, auf die uns der Film les petites fugues (Kleine Fluchten), mitnimmt. Wir erleben, wie Pipe immer mehr Eigenständigkeit gewinnt, sein Dasein in die eigenen Hände nimmt. Schliesslich führen ihn diese kleinen Fluchten zu einem Motocross-Rennen, wo er in einen wahren Taumel gerät: Eine einzige glückliche, letzten Endes aber doch einsame Ekstase.

Dann der Schock. Er darf nicht mehr fahren. Seine Reaktion: Er zerstört das Mofa und nimmt stattdessen eine Sofortbildkamera zur Hand.

Und damit beginnt eine zweite Reise. Es ist eine Entdeckungsreise in seinem nächsten Umfeld. Bild um Bild dokumentiert er, was in seiner unmittelbaren Umgebung vor sich geht.

Weil er genau hinschaut, beginnen sich die Dinge um ihn herum zu verändern.

Und weil er genau hinschaut und den kleinen Details des Alltags ihre Wertigkeit gibt oder einfach in ein neues Licht rückt, beginnen sich die Dinge um ihn herum zu verändern: Scheinbar sichere Wertvorstellungen geraten ins Wanken, werden hinterfragt und, falls nötig, über Bord geworfen. Ausgelöst werden diese Veränderungen manchmal direkt, manchmal aber auch nur indirekt von Pipe und seinem „Hinschauen“.

Soweit der grossen Handlungsbogen des Filmes. Er fordert uns einmal mehr auf, unser Dasein und Veränderungen nicht in der Ferne oder im Aussen zu suchen, sondern das Augenmerk auf das zu richten, was in unserer unmittelbaren Nähe ist. Und das sind, in letzter Konsequenz, wir selber.

In diesem Sinne laden wir Dich ein, Dich wieder einmal Zeit zu nehmen und das Augenmerk auf Dich selber zu richten.


Unser nächster Lichtabend findet statt am:

  • Donnerstag, 9. Juli 2020, ab 19 Uhr

Wie immer bitte anmelden über die Homepage oder per Mail vihuma@bluewin.ch


Nach unserer Sommerpause geht es anfangs September weiter. Die neuen Daten für das zweite Halbjahr 2020 findest Du als PDF Datei ebenfalls auf der Homepage unter "Agenda".


Herzliche Sommergrüsse

Victoria & Hubert